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Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): Symptome erkennen und richtig handeln

15.02.2025 | Viktoria Riedel I Lesezeit: 10 MIN

Wenn ihr Kind Spülmittel getrunken hat, besteht akute Gefahr einer Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung). Dieser Artikel erklärt nicht nur, warum der entstehende Schaum die größte Gefahr ist, sondern gibt Ihnen genaue Anweisungen für das Handeln im Notfall bei einer Spülmittelvergiftung an die Hand.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Handeln im Notfall bei Spülmittelvergiftung: Ruhe bewahren, Spülmittelreste entfernen und sofort den Giftnotruf, Ärztin oder Arzt kontaktieren.
  • Entschäumer als Gegenmittel bei Spülmittelvergiftung: Auf ärztliche Anweisung kann ein Entschäumer wie Espumisan® Emulsion verabreicht werden, um der gefährlichen Schaumbildung im Magen entgegenzuwirken.
  • Was man vermeiden sollte bei einer Spülmittelvergiftung: Es ist wichtig, kein Erbrechen auszulösen und keine Hausmittel wie Salzwasser, Essig oder Milch zu verabreichen.
  • Gefahren der Spülmittelvergiftung: Die Hauptgefahr besteht darin, dass sich im Magen Schaum bildet, der eingeatmet werden könnte und im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung oder Erstickung führt.
  • Spülmittelvergiftung vorbeugen: Um Vergiftungen zu vermeiden, sollten Haushaltschemikalien unzugänglich für Kinder aufbewahrt, nicht umgefüllt und in kindersicheren Verpackungen gekauft werden.
  • App Spülmittelvergiftung: Die Kinder und Gift (KiGi)-App ist ein Service von Espumisan® und bietet Vorbeugungstipps, Informationen zu Vergiftungen mit Spülmitteln und eine Übersicht wichtiger Notfallkontakte.

Inhalte:

Checkliste: So leisten Sie Erste Hilfe bei einer Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung)

Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): Was Sie unbedingt vermeiden sollten 

Medikament bei Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): Entschäumer Espumisan® Emulsion

App bei Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): Kinder und Gift (KiGi)-App

Symptome einer Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): So erkennen Sie die Anzeichen

Warum ist eine Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung) gefährlich? 

Wie Sie eine Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung) bei Ihrem Kind vermeiden können? 

Häufige Fragen zur Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung)

Checkliste: So leisten Sie Erste Hilfe bei einer Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung)

  • Bewahren Sie Ruhe und handeln Sie besonnen: Ihre Ruhe überträgt sich auf das Kind und hilft, Panik zu vermeiden.
  • Rufen Sie den Giftnotruf oder Ihre Arztpraxis an: Bei einer Vergiftung mit schaumbildenden Mitteln wie Spülmittel ist es wichtig, eine fachkundige Meinung einzuholen. Hier werden Sie auch darüber informiert, falls ein Arzt- oder Krankenhausbesuch notwendig ist. Halten Sie für den Anruf die Produktverpackung bereit und nutzen Sie bei Bedarf unsere Checkliste, um im Gespräch alle wichtigen Informationen parat zu haben.

    Bevor Sie den Notruf wählen, halten Sie bitte die folgenden Informationen bereit - so können Sie den Expertinnen und Experten  am Telefon alle notwendigen Details zur Spülmittelvergiftung mitteilen, damit diese die Situation richtig einschätzen und Ihnen die besten Anweisungen geben können.

    • Wer hat sich vergiftet? Alter, Gewicht und Geschlecht des Kindes.
    • Womit trat die Vergiftung ein? Genaue Bezeichnung des Produkts - idealerweise auch die Inhaltsstoffe, die Sie von der Verpackung ablesen können.
    • Wieviel wurde aufgenommen? Versuchen Sie, die Menge so genau wie möglich zu schätzen (z. B. "ein Schluck", "ein halber Teelöffel").
    • Wann ereignete sich die Vergiftung?
    • Welche Symptome sind aufgetreten? Beschreiben Sie den Zustand des Kindes (z. B. wach, benommen) und nennen Sie alle Krankheitssymptome, die Sie beobachten können (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Husten).
    • Was wurde bereits unternommen?
    • Kontaktdaten für Rückruf: Geben Sie Ihre Telefonnummer durch, damit im Bedarfsfall ein Rückruf erfolgen kann.
       

    Mehr erfahren über: Giftnotrufzentralen in Deutschland (Liste des BVL)

    • Entfernen Sie Spülmittelreste: Wischen Sie sofort alle Spülmittelreste von Mund und Händen ab. Spülen Sie den Mundraum mit wenig Wasser aus, aber achten Sie darauf, dass das Kind nicht zu viel davon schluckt.
    • Bei Augenkontakt: Sollte Spülmittel in die Augen gelangt sein, spülen Sie diese sofort und ausgiebig (mindestens 10 Minuten) mit fließendem, lauwarmem Wasser aus. Bei anhaltender Augenreizung muss umgehend ein Augenarzt oder eine Augenärztin aufgesucht werden.
    • Verabreichen Sie einen Entschäumer: Es empfiehlt sich, einen Entschäumer (z. B. Espumisan® Emulsion) in der Hausapotheke für Notfälle vorrätig zu haben. Dieser kann auf Anweisung der Arztpraxis oder der Giftnotrufzentrale verabreicht werden, um den Schaum im Magen zu zerstören und somit die Erstickungsgefahr, insbesondere beim Erbrechen von Schaum, zu mindern. Sollten Sie im Notfall keinen Entschäumer zur Hand haben, kann auch ein Stück Brot mit Butter eine kurzfristige Alternative sein. Das enthaltene Fett kann die Schaumbildung kurzfristig reduzieren.

      Mehr erfahren über: Espumisan® Emulsion
    • Bei Bewusstlosigkeit: Notruf 112 wählen und stabile Seitenlage: Sollte das Kind bewusstlos werden, rufen Sie sofort den Notruf 112 an. Bringen Sie das Kind in die stabile Seitenlage, um bei möglichem (schaumigem) Erbrechen eine Erstickungsgefahr zu verhindern.

      Mehr erfahren über: Giftnotrufzentralen in Deutschland (Liste des BVL)

    Quellen:
    https://www.mutter-kind-gesundheit.de/kindergesundheit/krankheiten/magen-darm/vergiftung/spuelmittel/
    https://gesund.bund.de/erste-hilfe-bei-vergiftungen#erste-hilfe  

    Kinder und Gift (KiGi)-App

    Zusätzlich kann die kostenlose Kinder und Gift (KiGi)-App im Notfall wertvolle Unterstützung leisten: Sie bietet schnelle Kontaktinformationen zu Giftnotrufzentralen, Erste-Hilfe-Anleitungen und Tipps zur Vorbeugung von Vergiftungsunfällen bei Kindern.

    Mehr erfahren über: Kinder und Gift (KiGi)-App

    Espumisan® Emulsion bei Tensidvergiftungen

    • Sanfte Hilfe bei Tensidvergiftung, Blähungen, Völlegefühl und gasbedingten 3-Monats-Koliken
    • Ideal für die Hausapotheke
    • Rezeptfrei in der Apotheke erhältlich
       

    Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): Was Sie unbedingt vermeiden sollten

    • Kein Erbrechen auslösen: Versuchen Sie niemals, Ihr Kind bei einer Vergiftung mit Spülmittel zum Erbrechen zu bringen. Das würde die schaumbildende Substanz erneut durch die Speiseröhre spülen, diese nochmals reizen und die Gefahr des Erstickens durch erbrochenen Schaum erhöhen.
    • Keine Hausmittel verabreichen: Hausmittel wie Salzwasser oder Essig sind kein Gegenmittel bei Vergiftungen. Sie sind nicht nur wirkungslos, sondern können eine Vergiftung sogar verschlimmern.
    • Keine Milch trinken lassen: Milch kann in Kombination mit Spülmittel die Schaumbildung im Magen verstärken. Geben Sie daher nur stilles Wasser oder Tee zu trinken und das auch nur auf Anweisung einer Fachkraft.
    • Keine großen Mengen an Flüssigkeit geben: Im Gegensatz zu anderen Vergiftungen sollte bei einer Spülmittelvergiftung nur eine geringe Menge Flüssigkeit zum Verdünnen gegeben werden. Eine große Flüssigkeitsmenge könnte die Schaumbildung zusätzlich fördern.

    Medikament bei Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): Entschäumer Espumisan® Emulsion

    Espumisan® Emulsion mit Simeticon gehört zu den Entschäumern und ist ein zugelassenes Gegenmittel bei Vergiftungen mit Tensiden. Eltern sollten für Notfälle mit Spülmittelvergiftungen einen Entschäumer in der Hausapotheke vorrätig haben.

      Der enthaltene Wirkstoff Simeticon setzt die Oberflächenspannung der Schaumbläschen herab, sodass diese zerplatzen. Es führt zur Entschäumung und zur Zerstörung des Schaumes (Defoaming) und dämmt zusätzlich eine weitere Schaumbildung ein (Antifoaming). 

      Dies ist eine entscheidende Sofortmaßnahme im Notfall, denn werden Tenside verschluckt, reagieren diese im Magen mit Luft und produzieren Schaum. Dadurch kommt es zu einer akuten Erstickungsgefahr, die dadurch entsteht, dass der Schaum die Atemwege mechanisch verlegt: Zum einen kann der Schaum im Magen durch die Speiseröhre bis in die Luftröhre aufsteigen und dort direkt den Luftstrom blockieren. Zum anderen kann schaumiges Erbrechen dazu führen, dass das schaumige Erbrochene unbeabsichtigt eingeatmet (aspiriert) wird und die feinen Bronchien und Lungenbläschen verstopft. In beiden Situationen verhindert der Schaum den lebenswichtigen Sauerstoffaustausch.

      Simeticon kann helfen, indem es den Schaum schnell auflöst und die akute Erstickungsgefahr abwendet.

      Quelle:
      https://www.diepta.de/pta_files/news/document/PTA09_19_086_087.pdf 

        Bei Tensidvergiftungen wird für Kinder eine Dosierung von 2,5 bis 10 ml empfohlen, die je nach Schwere der Vergiftung angepasst wird. Vor der Anwendung sollte die Emulsion geschüttelt und die Dosis mithilfe des Dosierbechers oder Tropfers exakt abgemessen werden. Um die optimale individuelle Dosierung zu gewährleisten, sollte zuvor Rücksprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Giftnotrufzentrale gehalten werden. Detaillierte Anwendungshinweise sind außerdem der Gebrauchsinformation zu entnehmen.
         

        Die Emulsion ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

        Mehr erfahren über: Espumisan® Emulsion
         

        Mehr erfahren über: Simeticon Wirkung
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        App bei Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): Kinder und Gift (KiGi)-App

        Gerade als frischgebackene Eltern fühlen sich viele in Notsituationen überfordert, besonders wenn es um die Gesundheit des Kindes geht. Die kostenlose Kinder und Gift (KiGi)-App ist ein Service von Espumisan® und wurde als Helfer für die Hosentasche entwickelt, um Ihnen in solchen Momenten Sicherheit zu geben.

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        Die App bietet Ihnen:

        • Umfassende Vorbeugungstipps und Verhaltenshinweise für den Notfall im Haushalt mit Kindern.
        • Detaillierte Lexika für Gifte im Haushalt und giftige Pflanzen von A bis Z.
        • Spezifische Informationen zu Vergiftungen mit Spülmittel und anderen Tensiden.
        • Eine schnelle Übersicht über die Kontaktdaten der Giftnotrufzentralen und anderen wichtigen Ansprechpartnern.

        Laden Sie jetzt die kostenlose KiGi-App herunter, um Vergiftungen gezielt vorzubeugen und im Ernstfall schnell Hilfe zu erhalten.

        Mehr erfahren über: Kinder und Gift (KiGi)-App

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        Symptome einer Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung): So erkennen Sie die Anzeichen

        Es ist nicht immer einfach zu erkennen, ob bei Ihrem Kind eine Vergiftung mit Spülmittel vorliegt. Achten Sie deshalb auf nachfolgende typische Symptome – wenn Sie eines oder mehrere davon beobachten, sollten Sie umgehend ärztlichen Rat einholen.

        • Veränderung am Kind: Verdächtige Spuren im Gesicht, an Händen oder Kleidung (z. B. Verfärbungen)
        • Ungewöhnlicher Mundgeruch (z. B. nach Lösungsmitteln) oder starker Speichelfluss
        • Schaum vor dem Mund oder schaumiges Erbrechen
        • Atemprobleme, Husten oder Atemnot
        • Hautausschläge oder ungewöhnliche Blässe
        • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder (krampfartige) Bauchschmerzen
        • Müdigkeit, Schläfrigkeit oder sogar Bewusstlosigkeit
        • Krampfanfälle oder Zittern
        • Herzprobleme wie Herzrasen
        • Kopfschmerzen, Schwindel oder Gangunsicherheit
        • Verhalten: Kauen oder Lutschen, obwohl nichts Essbares in der Nähe ist; plötzliche Erregung oder Unruhe

        Auch die Umgebung kann einen Hinweis geben: Seien Sie aufmerksam, wenn Sie offene Schränke, Schubladen oder Behälter finden, in denen gefährliche Stoffe aufbewahrt werden.

        Warum ist eine Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung) gefährlich?

        Viele Spülmittel und Reinigungsprodukte enthalten eine hohe Konzentration an sogenannten Tensiden. Das sind Stoffe, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen und das Spülmittel so schaumig machen. Wenn diese durch Verschlucken in den Magen gelangen, reagieren sie mit dem sauren Mageninhalt und bilden große Mengen an Schaum, was schwerwiegende Folgen haben kann.

        Da Reinigungsprodukte oft auffällig und bunt gestaltet sind, sehen sie für neugierige kleine Kinder aus wie Bonbons, Saft oder bunte Kissen und wecken so ihr Interesse.

          • Augenkontakt: Gelangt Spülmittel in die Augen, kann es zu starken Reizungen kommen. In schweren Fällen sind sogar Schäden an der Hornhaut möglich.
          • Reizung der Schleimhäute: Wenn ein Kind Spülmittel trinkt, können die Schleimhäute im Mund, Rachen und Magen gereizt werden. Die Reizung im Magen führt häufig zu Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und (schaumigem) Erbrechen.
          • Schaumbildung: Die Tenside im Spülmittel bilden im Magen viel Schaum. Wenn das Kind sich erbricht oder an dem Schaum verschluckt, kann dieser leicht in die Lunge gelangen – das nennt man Schaumaspiration.
          • Aspiration (Einatmen von Schaum): Das Einatmen von (erbrochenem) Schaum ist die größte Gefahr. Mögliche Folgen sind eine Lungenentzündung und Erstickungsgefahr.

          Medikament bei Spülmittelvergiftung: Bei einer Schaumspiration kann die Gabe eines Entschäumers als Gegenmittel (z.B. Espumisan® Emulsion) helfen, den Schaum aufzulösen und so Schlimmeres zu verhindern. 

          Quelle:
          https://www.bfr.bund.de/cm/350/risiko-vergiftungsunfaelle-bei-kindern.p…;

          Wie Sie eine Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung) bei Ihrem Kind vermeiden können?

          Mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen können Sie Ihr Zuhause sicherer machen, um einer Spülmittelvergiftung vorzubeugen:

          • Unzugänglich aufbewahren: Lagern Sie Spülmittel und andere Reinigungsmittel an einem Ort, den Kinder nicht erreichen können. Am besten ist ein abschließbarer Schrank. Lassen Sie solche Produkte auch nicht unbeaufsichtigt am Spülbecken stehen, wenn Kinder in der Nähe sind.
          • Nicht umfüllen: Füllen Sie Haushaltschemikalien niemals in andere Behälter um, die für Lebensmittel oder Getränke gedacht sind. Das kann leicht zu Verwechslungen führen, auch wenn Sie den Behälter beschriften.
          • Auf kindersichere Verpackungen achten: Achten Sie beim Kauf von Reinigungsmitteln auf Verpackungen, die einen kindersicheren Verschluss haben.
          • Aufklärung ist wichtig: Klären Sie Ihre Kinder altersgerecht über die Gefahren auf. Erklären Sie, dass Spülmittel und andere Chemikalien keine Spielzeuge sind und nicht zum Essen oder Trinken gedacht sind. Machen Sie das ruhig und ohne Panik, um keine Ängste zu schüren.

          Denken Sie daran: Diese Vorsichtsmaßnahmen sind nicht nur für Ihr eigenes Zuhause wichtig. Sprechen Sie auch mit Großeltern oder Freunden darüber, die Kinder oft zu Besuch haben.

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          Häufige Fragen zur Spülmittelvergiftung (Tensidvergiftung)

            Tenside sind oberflächenaktive Substanzen, die die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten herabsetzen. Sie sind die Hauptbestandteile von Seifen, Waschmitteln, Spülmitteln, Spülmaschinentabs, Reinigungsmitteln und Shampoos. Sie helfen dabei, Schmutz und Fett zu lösen.

            Tenside in Spülmitteln und anderen Haushaltsreinigern sind nicht "giftig" im klassischen Sinn, aber sie sind bei Verschlucken gefährlich. Ihre Hauptgefahr liegt in der starken Schaumbildung, die zu Erstickungsgefahr und Lungenentzündungen führen kann. Zusätzlich können sie im Mund, Rachen und Speiseröhre Reizungen bis hin zu Verätzungen auslösen.

            Spülmittel und andere Haushaltsreiniger sind nicht "giftig" im klassischen Sinn, aber sie sind bei Verschlucken gefährlich, denn sie enthalten Tenside. Die Hauptgefahr der Tenside liegt in der starken Schaumbildung, die zu Erstickungsgefahr und Lungenentzündungen führen kann. Zusätzlich können sie im Mund, Rachen und Speiseröhre Reizungen bis hin zu Verätzungen auslösen.

            Wenn Ihr Kind Spülmittel getrunken hat, handeln Sie sofort: Bei einer Spülmittelvergiftung ist es entscheidend, Ruhe zu bewahren und sofort zu handeln. Rufen Sie den Giftnotruf oder Ihre (Kinder-)Arztpraxis an. Auf Anweisung kann ein Entschäumer (z. B. Espumisan Emulsion) verabreicht werden, um die gefährliche Schaumbildung im Magen zu reduzieren – alternativ kann kurzfristig auch ein mit Butter bestrichenes Stück Brot helfen. Wird das Kind bewusstlos, wählen Sie sofort den Notruf 112 und bringen Sie das Kind in die stabile Seitenlage, um Erstickungsgefahr zu vermeiden.

            Sie sollten bei Verdacht auf eine Spülmittelvergiftung immer eine Giftnotrufzentrale oder Ihre Ärztin oder Ihren Arzt konsultieren. Bei schweren Symptomen wie starkem Husten, Atemnot, Bewusstlosigkeit oder Anzeichen von Verätzungen (z.B. Blasen im Mund) wählen Sie sofort den Notruf 112. 

            Sie sollten Ihr Kind nicht nur beobachten, sondern sofort handeln. Rufen Sie umgehend den Giftnotruf oder in Ihrer (Kinder-)Arztpraxis an, denn auch wenn es Ihrem Kind augenscheinlich gut geht, können Symptome einer Spülmittelvergiftung erst später auftreten.

            Nach einer Spülmittelvergiftung sollte ohne Anweisung einer Fachkraft zunächst nicht getrunken werden, da eine große Flüssigkeitsmenge die Schaumbildung im Magen zusätzlich fördern kann. 

            Die Symptome einer Vergiftung mit Spülmittel sind vielfältig und umfassen in der Regel Beschwerden des Magen-Darm-Trakts wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder (krampfartige) Bauchschmerzen. Auch die Atemwege können betroffen sein, was sich durch Husten, Atemprobleme oder Atemnot äußern kann. Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Bewusstlosigkeit sind zusätzlich möglich. Des Weiteren können auch Reaktionen der Haut, wie Hautausschläge oder ungewöhnliche Blässe, auf eine Vergiftung mit Spülmitteln hinweisen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung muss umgehend ärztlicher Rat eingeholt oder eine Giftnotrufzentrale kontaktiert werden.

            Erste Symptome nach dem Verschlucken einer kleinen Menge Spülmittel können sofort auftreten, oft in Form von Husten, Würgen oder Bauchschmerzen. Da sich aber auch Stunden später noch ernste Anzeichen entwickeln können, ist es wichtig, die Situation nicht zu unterschätzen und umgehend ärztlichen Rat einzuholen.

            Um bei einer Spülmittelvergiftung den Schaum im Magen zu neutralisieren, wird als Gegenmittel ein Entschäumer mit dem Wirkstoff Simeticon empfohlen, der als Suspension (z.B. Espumisan® Emulsion) verabreicht werden sollte. Dieses Mittel löst die gefährlichen Schaumbläschen im Magen auf und hilft, das Risiko einer Schaumaspiration, beispielsweise durch schaumiges Erbrechen, zu verringern. Geben Sie den Entschäumer jedoch nur nach Anweisung einer Ärztin, eines Arztes oder der Giftnotrufzentrale.

            Mehr erfahren über: Espumisan® Emulsion

            Bei Spülmittelvergiftungen (Tensidvergiftungen) kann ein Entschäumer mit dem Wirkstoff Simeticon helfen. Simeticon löst die gefährlichen Schaumbläschen im Magen auf und hilft, das Risiko einer Schaumaspiration, beispielsweise durch schaumiges Erbrechen, zu verringern. Ein zugelassener Entschäumer bei Tensidvergiftungen ist zum Beispiel die Espumisan® Emulsion.

            Mehr erfahren über: Espumisan® Emulsion

            Ja, Espumisan® Emulsion ist ein Entschäumer mit dem Wirkstoff Simeticon. Es ist zur Behandlung von Tensidvergiftungen zugelassen.

            Mehr erfahren über: Espumisan® Emulsion

            Allergische Reaktionen, wie zum Beispiel Quaddeln, Ausschlag, Rötung der Haut, Jucken, allergischer Dermatitis und anderer Hautreaktionen, wurden für Arzneimittel, die Simeticon enthalten, berichtet. 

            Wenn Ihr Kind Spülmittel oder eine andere tensidhaltige Substanz getrunken hat, besteht die Hauptgefahr in der starken Schaumbildung im Magen, die bei Aspiration zur Erstickung führen kann. Es ist wichtig, die Schaumbildung so früh wie möglich zu unterbinden, damit es erst gar nicht zur Aspiration und somit zur akuten Erstickungsgefahr kommt.

            Ja. Handspülmittel ist meist weniger aggressiv. Spülmaschinentabs oder -pulver enthalten hochkonzentrierte, meist ätzendere Substanzen. Sie können schon in kleineren Mengen zu Verätzungen im Mund, Rachen und der Speiseröhre führen. Das gilt auch für die oft bunten "Liquid Caps", die von Kleinkindern mit Süßigkeiten verwechselt werden können.

            Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/vergiftungen-im-haushalt-121868/…;